Abdeckplatten
Keramische Abdeckplatten werden auf Wunsch meist über waagrechte Teile eines Ofens mit einem Versetzmörtel fixiert und anschließend verfugt. Auch Abdeckungen aus Stein sind möglich. Die Vorteile liegen abgesehen vom Design in der leichteren Reinigung waagrechter Ofenflächen.
Absperrautomatik
Nach dem Abbrand des Holzes bis zur Glut sollte die Ofentür bzw. Zuluftklappe geschlossen werden damit die Speichermassen nicht vorzeitig abkühlen. Das kann auch durch eine Absperrautomatik erfolgen. Eine Abbrandsteuerung wird meist über einen Temperaturfühler geregelt. Bewährt und preiswert ist unsere EasyPlus®-Steuerung.
Anheizklappe
Ist eine manuell zu betätigende Klappe bei holzbefeuerten Herden, die eine direktere Verbindung zum Kamin herstellt. Das erleichtert den Abzug der Rauchgase in der Anheizphase. Wird diese Klappe in die Normalstellung gebracht, nehmen die Rauchgase den längeren Weg zum Aufheizen von Schamottematerial oder Backrohr.
Brennholz
Brennholz oder Feuerholz wird zum Heizen oder Kochen genutzt. Holz sollte 2 Jahre austrocknen um einen idealen Heizwert zu gewährleisten. Ofenfertiges Stückholz kann in Raummeter-Einheiten, qualitativ hochwertige Holzbriketts in Kg-Einheiten erworben werden. Holz besteht im wesentlichen aus Cellulose, Lignin, und Hemicellulosen. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und verbrennt CO2 -neutral.
Brennraum
Das ist der Feuerraum, wo die eigentliche Verbrennung stattfindet. Die Rauchgase und Feuerzungen strömen vom Brennraum in den sogenannten Ausbrand und durchwandern in der Folge weitere nachgeschaltete keramische Züge eines Speicherofens. Das Verhältnis zwischen Brennraumgröße und Gesamtlänge aller Züge muss gesetzlich vorgeschrieben im richtigen Verhältnis zueinander stehen.
Durchheizer
Wenn ein gesetzter Herd, Heizkamin oder Einsatzofen mit keramischen Nachheizzügen ausgestattet wird, welche nach Möglichkeit einen benachbarten Raum mitheizen, spricht man von einem Durchheizer. Es liegt in der Natur der Sache, dass mehr Brennstoffe benötigt werden um dieses Mehr an Schamottemasse aufzuheizen. Der Vorteil liegt in der längeren und gesünderen Wärmeabgabe.
Eck-Glasheiztüre
Neuerdings gibt es auch für Speicheröfen von PROMETHEUS eine Eck-Glasheiztüre. Die Maße: Höhe 48,5 cm, langer Schenkel 52 cm, kurzer Schenkel 37 cm. Die Türe ist sowohl links als auch rechts erhältlich und ist perfekt auf den PROMETHEUS-Ofenkern abgestimmt. Für gewisse Raumsituationen ist diese Innovation ein echter Gewinn!
Feuerfestkleber
Ein hydraulisch abbindender Feuerfestkleber wird vorwiegend zum Verkleben der Hülle (Vormauerung) und Fixieren senkrechter Keramik und Steine verwendet. Er erreicht nach kürzester Zeit eine hohe Bindefestigkeit. PROMETHEUS-Hafner bauen mit „Profix“ unseres Partners RATH mit einer Anwendungsgrenztemperatur von 700 °C.
Feuertisch
Ein Feuertisch ist Großkeramik die unmittelbar vor der Glasheiztüre und im weiteren Verlauf bankartig horizontal verbaut wird. Der Vorteil ist feuerpolizeilich gesehen mehr Sicherheit gegen Funkenflug (die Brandschutzplatte am Boden entfällt). Optisch gesehen hat sich der Feuertisch zu einem meist freitragenden Designelement hochstilisiert. Diese kubische Form mit ca. 10 cm Stärke wirkt geradlinig, schlicht und modern. Auch Feuertische aus Stein sind möglich.
Glasheiztüre
Sämtliche Glasheiztüren werden mit speziellen hitzebeständigen Gläsern von Schott® bestückt, und ermöglichen eine direkte Sicht aufs Feuer. Für die Reinigung verschmutzter Scheiben gibt es neben speziellen Glasreinigern auch folgende „Hausmittelchen“: Feuchtes Tuch in Asche tunken und leicht verrußte Scheiben säubern. Hartnäckige Teerflecken mit Ceranfeld-Klinge abschaben. Allerdings bleibt die Glasheiztüre bei richtiger Bedienung überraschend lange sauber, da die einströmende Verbrennungsluft zwischen Glas und Feuer einen Luftvorhang bildet und so die Rauchgase fern hält. Original PROMETHEUS Glasheiztüren werden in Salzburg hergestellt und sind nicht nur mit der Vormauerung, sondern direkt mit dem PROMETHEUS-Kern fix verbunden.
Glasur
Die Glasur dient der Oberflächenveredelung von Keramik und ist im Gegensatz zum offenporigen Untergrund eine glasartige, geschlossene Oberflächenschicht. Chemisch gesehen bestehen Glasuren (so wie herkömmliches Glas) aus einem Gemisch von Mineralmehlen. Bei einer Brenntemperatur von über 1000 °C wird die Keramik dichtgebrannt. Farben, Strukturen und Effekte sind oft wohlbehütete Geheimnisse der einzelnen Keramikhersteller.
Glattspachtelputz
Spachtelputz für glatte Putzflächen auf Kachelofen- bzw. Kaminanlagen. Zum Herstellen glatter Flächen ist mehrmaliges Spachteln bei relativ hohem Zeitaufwand notwendig. Die Oberfläche des Glattspachtelputzes kann auch geschliffen werden.
Granit
„Feldspat, Quarz und Glimmer - die drei vergess’ ich nimmer“ gibt die Zusammensetzung von Granit in Form eines Merkspruches wider. Granit entsteht durch das Erstarren von Magma innerhalb der Erdkruste, meistens in einer Tiefe von über zwei Kilometern unter der Erdoberfläche und ist daher ein Tiefengestein. Granite haben wegen ihres hohen Härtegrades aber auch wegen ihrer guten Polierbarkeit eine große Bedeutung im Bauwesen und finden auch bei Kachelöfen und Heizkaminen ihren Einsatz. Charakteristisch für die Struktur von Granit ist ein Kornverband, bei dem gewöhnlich alle Kristalle mit bloßem Auge erkennbar sind.
Großkeramik
Das klassische Kachelmaß beträgt seit vielen Jahrzehnten 22 x 22 cm. Unter Großkeramik verstehen wir viel größere Platten, Feuertische, Feuerkacheln, Rückenschilde..., die allerdings aufwändiger, mit größerer Fehlproduktion (Ausschuss) und somit kostenintensiver hergestellt werden müssen. Großkeramik-Design wird aufgrund weniger Fugen als schlicht und modern empfunden.
Grundofen
Ein Grundofen besteht aus einem Brennraum und nachgeschalteten keramischen Heizzügen. Er ist meist verputzt oder mit Kacheln verkleidet. Die mit Kachel verkleidete Version heißt Kachelgrundofen (oder auch Grundkachelofen). Das Holz wird auf dem flachen Boden (Grund) der Brennkammer im Aschebett verbrannt. Der original PROMETHEUS Grundofen ist ein Speicherofen in mittelschwerer Bauweise. Wichtig ist die genaue Berechnung der Brennraumgröße im Verhältnis zur Gesamtlänge aller Rauchgaszüge. „PROMETHEUS-Kachelöfen“ zeichnen sich durch ein zwei-schaliges System aus, wobei der Ofenkern aus gepressten Schamottesteinen besteht, welche mit Hafner-Lehm gesetzt und durch Nut-Feder- sowie Klammerverbindungen dauerhaft jedoch bewusst nicht starr verbunden werden.
Hafner
Hafner, Ofenbauer (auch Ofensetzer) ist eine Berufsbezeichnung für Menschen, die Öfen, beispielsweise Back- und Kachelöfen sowie Heizkamine und ähnliche Feuerstätten planen, entwerfen, bauen und setzen. Die ältere Bezeichnung Hafner (ursprünglich allgemein für Töpfer, die auch Ofenkacheln hergestellt haben) ist heute noch in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz gebräuchlich. Hiervon leitet sich auch der Nachname Hafner ab.
Hafnerputz
Ein feinkörniger, weißer, faserverstärkter, zementär schnellerhärtender Putzmörtel, aus natürlichen mineralischen Rohstoffen. Hafnerputz wird zum verputzen an Kaminen, Kachelöfen und Herden verwendet. Ausgehend von den vollverkachelten Öfen früherer Zeit haben im Wandel der Zeit immer mehr verputzte Flächen in den Wohnzimmern Einzug gehalten. Hafnerputz hat keinerlei Einfluss auf die Wärmeabgabe der Schamottemasse. Zur sogenannten Bewährung wird als Putzträger hochwertiges Glasfasergewebe verwendet. PROMETHEUS-Ofensetzer verputzen mit Hafnerputz unseres Partners SOPRO aus Asten.
Heizeinsatz
Ein Heizkamin kann als Heizeinsatz bezeichnet werden, da er industriell gefertigt und erst verbaut werden muss. Unter diesen Begriff fallen aber auch sehr schwere Heizgeräte aus Gusseisen, wie z.B. „Eurotherm“ (Kaschütz) der viel heiße Luft produziert. In solchen Holzbrandeinsätzen mit schwerem Gusskörper werden höhere Temperaturen erzeugt, wodurch benachbarte Räume mit Warmluft versorgt werden können.
Heizkamin
Der Heizkamin ist industriell gefertigt und besteht meist aus robustem Stahlblech, ist im Brennraum mit Schamotte ausgekleidet und wird mit einem äußeren Schamottemantel stilvoll verbaut. Es gibt einseitige Heizkamine mit großen Glasfronten, zweiseitige übers Eck und auch dreiseitige mit sehr großzügiger Rundumsicht aufs Feuer. Der ideale Einsatzbereich ist dort wo eine schnellere Wärmeabgabe als beim Grundofen gefragt ist (z.B. Wochenendhäuser), da der Anteil an Konvektionswärme (warme Luft) höher ist. Die hochschiebbaren Modelle sind um einiges praktischer als diejenigen, deren Glasfront man lediglich seitlich aufklappen kann. Unsere Partnerfirmen für hochwertige Heizkamine sind vorwiegend SPARTHERM und BRUNNER.
Heizlastberechnung
Dient der Berechnung des Wärmebedarfs von einem Wohnbereich. Dafür gibt es bestimmte Richtlinien und Berechnungskriterien nach Ö-Norm M 7500 oder EN 12831.
Heizwert (unterer)
Ist der zentrale Begriff für den Wert von Brennholz oder Holzbriketts und wird umgangssprachlich „Energiegehalt“ genannt. In der Haustechnik ist kWh die übliche physikalische Größe. In Verbindung mit höherem Wassergehalt von unzureichend getrocknetem Holz muss die Verdampfung berücksichtigt werden. Somit hat lufttrockenes Holz mit über 4 kWh/kg einen mehr als doppelt so hohen Heizwert als waldfrisches und somit noch feuchtes Holz. Ausserdem kann es durch Brennholz mit hohem Wassergehalt zur Kaminversottung kommen.
Herd
Holzherde wie Kachelherde, Tischherde oder Zusatzherde stehen nach wie vor hoch im Kurs und machen Strom-unabhängiges Kochen und Backen zum Erlebnis. Ein gesetzter Herd hat im vorderen Bereich die sogenannte Heizbrust samt Ofentür und Aschenlade. Die Kochplatte kann entweder aus Stahl oder Ceranglas bestehen. Zubehör und Varianten sehen Back- bzw. Warmhaltefächer, Ofenstangen oder Holzladen vor. Ausgereifte Verbrennungstechnik sowie die Kombination von Schamottematerial mit robustem Edelstahl schaffen Qualität. Unsere meistgesetzten und verbauten Herde kommen von unserem zuverlässigen Partner KLOSS aus dem Kärntner Liesertal.
Hinterlüftung
Die Hinterlüftung ist ein brandschutztechnischer Luftspalt zwischen Ofen-Vormauerung und Wand. Über Zuluftgitter im Sockelbereich streicht die Luft hinter dem Ofen nach oben und kommt als Konvektionswärme über Abluftgitter in den Raum zurück.
Holzasche
Holzasche besteht aus einem Gemisch von Carbonaten, Sulfaten, Phosphaten, Silikaten, Chloriden und Eisenoxiden und macht nur rund 1% des Holzgewichtes aus. Die Verwendung von Zeitungspapier erzeugt zusätzlich unnötig viel Asche. Bei einem Grundofen wird die Holzasche im Verbrennungsraum von Zeit zu Zeit am besten mit einem Aschesauger ausgesaugt und entsprechend entsorgt (Biomüll, Kompost). Vorsicht: Nie heiße Asche einsaugen oder entsorgen!
Holzbriketts
Holzbriketts sind Holzbrennstoffe, die durch maschinelles Pressen von trockenen Hobelspänen, Sägemehl bzw. forstlicher Biomasse hergestellt werden. Die Briketts haben durch die hohe Verdichtung bei der Brikettierung eine gleichmäßig hohe Dichte und einen niedrigen Wassergehalt von annähernd 10%. Es gibt allerdings auch Qualitätsunterschiede. Qualitativ gute Hartholzbriketts erzeugen verhältnismäßig wenig Asche. Verwenden Sie am besten geprüfte und gekennzeichnete Holzbriketts nach ÖNORM M 7135. Tipp: Das Zerteilen der 2 kg schweren Holzbriketts erleichtert die Verbrennung.
Holzverbrennung
Die Verbrennung von Holz kann in drei Phasen unterteilt werden, die von außen nach innen ablaufen. In der Trocknungsphase (ca. 100 – 150 °C) verdampft das gebundene Wasser im Holz. Dies erkennt man an zischenden Geräuschen, Bläschen auf der Stirnseite und qualmendem Dampf. Vorsicht: je mehr Wassergehalt, desto mehr Energie in Form von Hitze muss auch aufgewendet werden. Bei der zweiten Phase der Entgasung (ca. 150 – 550 °C) werden rund 70% vom Energiegehalt im Holz freigesetzt. In dieser Hauptphase verbrennt das Holzgas mit heftigen Flammen und die Luftzufuhr sollte nicht unterbrochen werden, da schadstoffreiche Gase (Ruß, Teer) entstehen würden. In der letzten Phase der Oxidation (600 – 1300 °C) reagieren die brennbaren Gase des Holzes mit dem Sauerstoff. Diese letzten freigesetzten Gase werden in Wärmeenergie umwandelt. Was nach der Glut übrig bleibt ist Asche (nicht brennbare Elemente wie Salze). Diese Asche macht normalerweise nicht einmal 1% des Holzgewichtes aus.
Kacheln
Ofenkacheln bestehen aus gebranntem Ton und gehören damit zur Keramik (Siehe Keramik). Spezielle Formen geben den Kacheln unterschiedliche Namen wie: Radialkachel, Eckkachel, Halbkachel, Schildkachel, Lisene oder Sims.
Kachelofen
Die ältesten keramischen Objekte, die als Ofenkacheln bezeichnet wurden, fanden sich im deutschen Elsass (Baden-Württemberg) und in der Nordwestschweiz. Sie datieren möglicherweise in die Zeit des 8./9. Jahrhunderts. Ein Kachelofen ist heute im Allgemeinen ein aus Schamottesteinen gesetzter Ofen der mit Holzbriketts oder Holzscheite beheizt wird und mit Kacheln verkleidet ist. Mit Kachelofen wird umgangssprachlich der Kachelgrundofen bezeichnet, ein Speicherofen, der meist nur kurzzeitig bei voller Auslastung beheizt wird. Der hohe Anteil an Speichermasse (z.B. Schamotte, Keramik) nimmt Wärme auf, speichert diese und gibt sie bei einer Temperatur von 80 bis 125 °C über Stunden wieder ab.
Kalziumsilikatplatten
Chemische Formel: CaSiO3 Kalziumsilikat ist ein weißer geruchloser Feststoff, der in Wasser praktisch unlöslich ist und einen Schmelzpunkt von 1700 °C besitzt. Deshalb werden diese Platten, in unterschiedlichen Stärken als baulicher Brandschutz für Wände und Decken eingesetzt. PROMETHEUS baut auf Dämmplatten mit der Bezeichnung „Isolrath 1000“ unseres Partners RATH aus Krummnußbaum.
Kaminofen
Ein Kaminofen, Cheminéeofen oder Schwedenofen ist aus Gusseisen oder Stahlblech gefertigt und hat oft Glasscheiben für freie Sicht in den Feuerraum. Ein Kaminofen gibt die Wärmeenergie zu einem großen Teil per Konvektion unmittelbar an den Raum ab.
Kaminversottung
Das Eindringen von Wasser samt Teer und Schwefel in die Mantelsteine oder Rohre eines Kamins führt zu braunen Flecken, manchmal zu unangenehmen Gerüchen und im schlimmsten Fall zum Schornsteinbrand. Beim Heizen von zu feuchtem (waldfrischem) Holz enthalten diese Abgase außergewöhnlich viel Wasserdampf. Im Schornstein kühlen diese Gase unter den Wasserdampf-Taupunkt ab und Wasser wird wieder flüssig. Der Kamin versottet. Daher empfehlen wir unseren Kunden die Verwendung von etwa zwei Jahre luftgetrocknetem Holz für ihren Kachelofen.
Keramik
Keramik schließt eine Vielzahl anorganischer nichtmetallischer Stoffe ein. Es gibt die Unterteilung in Irdenware, Steingut, Steinzeug, Porzellan und spezielle Zusammensetzungen für die Feuerfest-Industrie. Keramische Ofenkacheln werden seit dem späten 19. Jahrhundert oft aus so genanntem Ton-Schlicker (mit Schamotte gemagert) gegossen, getrocknet und vorgebrannt (geschrüht). Anschließend werden sie an den sichtbaren Flächen mit Glasurfarben veredelt und glattgebrannt. Heutige Keramikhersteller machen gerne aus ihrer Rezeptur von bis zu zehn Inhaltsstoffen ein wohlbehütetes Familien- oder Firmengeheimnis.
Keramikstrukturen
Bei keramischen Strukturen wird zwischen Oberflächenstruktur und Glasurstruktur unterschieden. Die Oberflächenstruktur bezieht sich auf Rillen, Kerben oder sonstige Unebenheiten der Keramik selbst. Beim glasieren gibt es noch weitere Strukturvarianten z.B. durch schütten, bürsten, tupfen etc. Beim Überlagern von Oberflächen- und Glasurstruktur ergeben sich wiederum neue Variationsmöglichkeiten.
Keramische Züge
Das Rauchgas nimmt einen möglichst langen Weg über keramische Züge aus Schamottematerial, welches sich aufheizt und entsprechend Wärme speichert. Man unterscheidet zwischen waagrechten Zügen, Sturzzügen, Steigzügen und Wendezügen. Ziel ist es die Strömungsgeschwindigkeit so zu beeinflussen, dass durch eine längere Verweildauer der Rauchgase ein ideales Aufheizen der Wände im Inneren des Ofens gewährleistet wird.
Kleinspeicherofen
Ein Kleinspeicherofen entspricht der Weiterentwicklung eines Kaminofens mit deutlich erhöhter Strahlungswärmeabgabe über Schamotteoberflächen. Die innovative Verbrennungstechnik der Firma Schliser® (Vorarlberg, Österreich) ermöglicht einen vollautomatischen Abbrand über drei Luftführungen, die durch Gel-Fühler (stromlos) gesteuert werden. Design- und Farbvarianten sind schier unerschöpflich - sogar mit Holzlege, Sitzbank mit Warmhaltefach oder in der Eck-Variante. Ein Schliser-Kleinspeicherofen ist relativ schnell errichtet und kann sogar an einen anderen Wohnort mitgenommen werden. Die Wärmespeicherung und -Abgabe des Schamottemantels erstreckt sich über einen Zeitraum von 4 bis 7 Stunden (je nach Speicherpaket).
Konvektionswärme
Im Gegensatz zu langwelliger Strahlungswärme, die Objekte und Körper erwärmt, bezieht sich kurzwellige Konvektionswärme auf den Warmluftanteil einer Heizung. Grundsätzlich gilt: je mehr Metall ein Heizgerät ummantelt, desto höher ist der Anteil an Konvektionswärme. Deshalb fallen bei Heizkaminen die Lüftungsgitter entsprechend größer aus. Konvektionswärme in Form aufgewirbelter und umgewälzter Luft ist für unsere Atemwege und das allgemeine Wohlbefinden (Trockenheit, toxische Dämpfe, Staubalergien) grundsätzlich weniger empfehlenswert als gesunde Strahlungswärme.
Landhausstil
Wohnen im Landhausstil erfreut sich großer Beliebtheit. Auch wer nicht auf einem Gutshof lebt, kann den Landhausstil in der eigenen Wohnung verwirklichen. Unsere Designbeispiele von Kachelöfen im Landhausstil zeigen, wie frisch und zeitlos zugleich diese Stilrichtung aussehen kann.
Lüftungsgitter
Warmluftgitter führen die warme Luft im oberen Bereich des Heizgerätes in den Wohnraum zurück. Im Gegenzug wird kalte Luft im Sockelbereich des Ofens über Lüftungsgitter angesaugt. Es gibt auch Gitter mit verstellbaren Lamellen, um die warme Luft regulieren zu können. Außerdem werden Gitter benötigt, um die Verbrennungsluft aus dem Raum zu nehmen, falls keine Raumluft-unabhängige Verbrennung vorgesehen ist (siehe RUV).
Marmor
Marmor ist ein Gestein, das aus den Mineralien Calcit, Dolomit oder Aragonit besteht, also ein Carbonatgestein. Marmore haben unter hohem Druck und/oder hoher Temperatur eine Umwandlung erfahren. Die Kristallkörner des Calcits sind zumeist mit dem Auge erkennbar. Aufgrund der Säureempfindlichkeit ist z.B. bei Essig, Wein, Zitrusfrüchten und Reinigungsmitteln Vorsicht geboten. Die Farben und Texturen von Marmor sind einzigartig und verraten oft ihre Herkunft. Marmor besitzt eine ausgezeichnete Wärmespeicherfähigkeit und findet im Ofenbau etwa bei waagrechten Abdeckungen oder auch in Form edler Frontplatten Verwendung.
Max. Brennstoffmenge
Wird auf dem Typenschild in Kilogramm angegeben um einem „Überheizen“ und somit dem Verlust von Garantieansprüchen vorzubeugen.
Mineralfarbe
Der Begriff Mineralfarbe beschreibt Anstrichstoffe mit mineralischen Bindemitteln aus Kalk oder Silikat. Ein Anstrich mit Mineralfarbe bildet nicht wie andere Anstriche eine Schicht, sondern verbindet sich unlösbar mit dem Untergrund. Das Ergebnis ist eine überaus beständige Verbindung zwischen Anstrich und Anstrichträger die noch dazu atmungsaktiv ist. Zwei Mal dünn aufgetragen erzeugt den schönsten Anstrich. Eine Dispersion ist für Ofenanlagen ungeeignet.
Nachheizzüge
Heizgeräte wie Heizkamine, Herde oder Einsatzöfen werden auf Wunsch mit nachgeschalteten keramischen Zügen ausgestattet. Die kompaktere Bauform nennt sich Nachheizkasten. Die Rauchgase heizen Speichermaße auf und gewährleistet Wärmeabgabe über einige Stunden hinweg.
Nachlegeintervall
Die Zeit zwischen einem Abbrand und dem nächsten Abbrand. Nach erreichen der maximalen Brennstoffmenge sollte ein Kachelofen erst wieder nach 8 Stunden beheizt werden. In dieser Zeit ist ohnehin eine perfekte Wärmeabgabe gewährleistet. Wer die maximale Brennstoffmenge innerhalb der Intervalle massiv überschreitet, kann seinen Kachelgrundofen auch „überheizen“ und dadurch seinem Ofen schaden. In diesem Fall entfällt der Anspruch auf Garantie. Bei Heizkaminen ist ebenfalls auf die Angabe der maximalen Brennstoffmenge durch den Hersteller zu achten, wobei diese Gesamtmenge durch mehrmaliges Nachlegen aufgeteilt werden kann.
Nennheizzeit
Bezieht sich auf einen Zeitraum von 8 Stunden.
Nut-Feder-System
Der original Prometheus Kachelofen-Kern besteht aus gepresstem Schamottematerial und besitzt an den Rändern eine Nut. Als verbindendes Bauteil wird eine Schamotte-Feder eingesetzt und zusätzlich durch Metallklammern in seiner Position fixiert. Diese formschlüssige Verbindung wird durch Hafner-Lehm abgedichtet, ist über Jahre hinweg stabil und trotzdem flexibel genug.
Ofenanzünder
Es gibt unzählige Varianten an Kaminanzündern, Ofenanzündern, Grillanzünder, Feuerwürfel oder Holzanzünder. Wir raten von flüssigen Zünd- und Brennstoffen aufgrund der Verletzungsgefahr ab. Auch Zeitungspapier ist eine ungeeignete Variante die unnötig viel Asche produziert. Bewährt haben sich z.B. Bio-Anzünder aus in Wachs getränkter Holzwolle die rückstandslos verbrennt.
Ofenkern
Der Ofenkern eines original PROMETHEUS Kachelofens wird auf einer Grundplatte aus Metall errichtet, die auf einem Gasbetonsockel ruht. Der Kern besteht aus gepresstem Schamotte. Die Formsteine werden als L-Steine, T-Steine, Winkelsteine und gerade Steine in verschiedenen Längen und Höhen gegossen, um entsprechende keramische Züge realisieren zu können. Die einzelnen Steine sind mit Hafnerlehm gesetzt und durch Nut-, Feder- und Klammerverbindungen miteinander verbunden. Die Züge werden mit einer eigens programmierten Computersoftware berechnet.
Rauchgase
Gase die in unserem Fall durch Holzverbrennung entstehen. Beim Eintritt in den Kamin sollten diese Rauchgase unter 230 °C abgekühlt sein. Je tiefer diese Temperatur nach Durchströmen aller Rauchgaszüge ist, desto besser ist auch der Wirkungsgrad des Kachelgrundofens.
Revisionstüre
Die Kamintüre oder Revisionstüre ist im untersten Teil eines Schornsteines zum Zwecke der Wartung bzw. Reinigung eingebaut. Der freie Zugang durch den Kaminkehrer ist verpflichtend. Sollte sich die Holzfeuerung und die Revisionstüre im gleichen Stockwerk befinden ist besonders gute Planung z.B. durch Nischen erforderlich. Sollte aufgrund zu warmer Außentemperaturen oder durch Niederdruckwetter der Kamineffekt nicht zustande kommen (Rauchentwicklung), kann ein schnelles „Lockfeuer“ im Hohlraum des Schornsteines bei geöffneter Revisionstüre (z.B. mit einem Stück Karton) den Zug rasch ermöglichen.
Ruß
Ruß besteht zu über 80 % aus Kohlenstoff und enthält ölige Produkte aus unvollständiger Verbrennung. Ruß lässt sich bei einer Holzfeuerung zwar nie ganz vermeiden, zu viel Ruß ist jedoch unerwünscht und tritt vor allem bei unzureichender Zufuhr von Verbrennungsluft oder zu feuchtem Holz (mehr als 20 % Holzfeuchte) auf. „Flockenruß“ kann leicht vom Kaminkehrer entfernt werden. Der hartnäckige „Glanzruß“ jedoch lagert sich ab und kann im Extremfall sogar zum Schornsteinbrand führen.
RUV
Raumluft-unabhängige Verbrennung; die Verbrennungsluft wird nicht aus demselben Raum entnommen in dem der Ofen steht, sondern über einen Kaminschacht, einem Durchbruch ins Freie oder aus dem Keller zugeführt. Notwendig ist die RUV vor allem bei kontrollierter Wohnraumlüftung und wurde auch mittlerweile zum Standard bei Neubauten, da kein Sauerstoff aus dem Wohnraum entnommen wird.
Sandstein
Sandstein ist ein Sedimentgestein aus miteinander verkitteten Sandkörnern, die vorwiegend aus Quarz bestehen. Wenn die meisten Körner größer als 2 mm sind, dann spricht man von einem Konglomerat. Sandstein ist ein auf der Erdoberfläche sehr weit verbreitetes Gestein und kommt auf allen Kontinenten vor. Als Naturwerkstein wird er auch im Ofenbau z.B. für Bänke oder Feuertische eingesetzt. Unser Partner SCHLISER verwendet bei manchen Fronten von Kleinspeicheröfen ebenfalls Sandstein als optisches Designelement.
Schamotte
Schamottesteine werden seit rund 200 Jahren für ihre Eigenschaften der Feuerfestigkeit und langanhaltenden Wärmespeicherung geschätzt und bei Kachelöfen verbaut. Das Wort Scharmotte ist offenbar im 18. Jahrhundert durch italienische Porzellanarbeiter in Thüringen gebildet worden (sciarmotti, scarmotti) in Anlehnung an „Schärm“ oder „Scharm“, die thüringische Aussprache für „Scherben“. Schamotte (auch Schamott) ist ein gesteinsähnliches, künstlich hergestelltes, feuerfestes Material aus Ton und Zusätzen mit 10 bis 45 Prozent Aluminiumoxid-Anteil (Al2O3). PROMETHEUS verwendet gepresste Schamotte-Steine mit hoher Dichte im Ofenkern und gezogene Schamotteplatten unseres Partners RATH österreichischer Qualität in der Vormauerung. Die spezielle Formgebung der Rund-Schamotte mit verschiedenen Radien ermöglicht auch den Bau von runden Ofenformen.
Scheitholz
Ist ein gehacktes oder gespaltenes Stückholz. Geeignet ist jede Holzart, egal ob Hart- oder Weichholz: Buche, Rotbuche, Ahorn, Eiche, Birke, Akazie, Fichte, Tanne, Föhre, Lärche … Die Scheitholzstärke kann bis zu 10 cm betragen, Rundlinge bitte spalten! Bei der Wahl der Länge von 25 bis 50 cm orientiert man sich an den Brennraumabmessungen. Die meisten Scheithölzer werden in der Länge von 33 cm zum Verkauf angeboten.
Schiefer
Schiefer ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Gesteine deren gemeinsames Merkmal die ausgezeichnete Spaltbarkeit entlang paralleler Flächen ist. Einige Namensbezeichnungen lauten: Jade Schiefer, Hochland Schiefer, Rio violett Schiefer, Rio anthrazit Schiefer und der sehr beliebte Porto Schiefer. Sie lassen sich im Ofenbau für diverse Abdeckungen, Schilde, Bänke und Feuertische einsetzen und verleihen dem Ofendesign eine urwüchsige Note.
Sockel
Der Sockel eines Kachelofens bzw. Heizkamines ist der untere kalte Bereich von meist 30 – 45 cm bis zur Ofentür. Er wird aus Gasbeton gemauert und hat speziell beim Kachelofen eine tragende Rolle. Der Sockel muss wegen eines Ofengesamtgewichts von rund 1 – 2 Tonnen direkt auf der Betondecke stehen. Etwaige Isolierungen oder Heizschlangen einer Bodenheizung werden durch eine spezielle Fußbodenvorbereitung umgangen, um den Ofensockel punktuell direkt auf die Rohbetondecke zu stellen. Bei Neubauten wird idealerweise der Estrichleger über den genauen Grundriss des Kachelofens informiert, um hier Isolierung und Bodenheizung auszusparen.
Strahlungswärme
Es gibt insgesamt nur drei Möglichkeiten des Wärmetransports: direkte (1) Wärmeleitung, (2) Wärmeströmung (siehe Konvektionswärme) und (3) Wärmestrahlung. Letztere wird auch als thermische Strahlung, elektromagnetische Strahlung oder Infrarotstrahlung bezeichnet. Da Strahlung keine Luft, sondern massive Stoffe erwärmt, ist bei einer Strahlungsheizung die Wandtemperatur immer höher als die Raumlufttemperatur. Dies hat viele Vorteile: Strahlungswärme ist so angenehm wie Sonnenstrahlen auf der Haut, denn auch Sonnenstrahlen sind Wärmestrahlen. Strahlungswärme ist gesund, die Luft wird nicht verwirbelt und Staubpartikel gelangen kaum in die Atemluft. Allergiker können aufatmen. Durch den Erhalt der Luftfeuchtigkeit im Haus werden Atemwege und Haut geschont. Generell wird also die Strahlungswärme des Kachelofens als behaglicher empfunden.
Traditioneller Stil
Traditionelle Kachelöfen versprühen ein besonderes Flair von Gemütlichkeit. Viele fühlen sich zurückversetzt in die Zeit Ihrer Kindheit oder möchten ihre Zirbenstube bzw. Jagtstube mit einem vollverkachelten Traditionsofen stilgerecht möblieren.
Trocknungsgrad
Nur naturbelassenes, lufttrockenes Holz mit bis zu 20% Wassergehalt eignet sich als Brennholz für den Kachelofen. Den richtigen Trocknungsgrad erreicht man nach 2-jähriger, gedeckter, luftiger Lagerung im Freien.
Tunnelofen
Unter einem Tunnel versteht man einen Ofen mit zwei gegenüberliegenden Glasheiztüren, der von beiden Seiten Sicht und Zugang auf den Feuerraum ermöglicht. Mit diesem Stilelement kann entweder ein Raumteiler geschaffen werden oder zwei nebeneinander liegende Räume über dieselbe Feuerstelle verbunden werden. Meist wird von einer Seite beheizt und auf der gegenüberliegenden Seite genossen – der Fantasie sind hier jedoch keine Grenzen gesetzt. Tunnelöfen gibt es z.B. in Form von Heizkaminen. Heizeinsätze mit kleinerer Fülltüre in der Rückwand heißen Hinterlader. Eine besondere Spezialität ist der originale PROMETHEUS Kachelofen in der Tunnel-Variante. Die maximalen Türmaße betragen hier 58 x 48 cm (hochstehend oder querliegend). Die Luftführung beider Türen wird über einen Seilzug synchron gesteuert.
Verbrennungsluft
Luft die für die Verbrennung benötigt wird. Ein Kilogramm Holz benötigt rund 12 Kubikmeter Luft um sauber zu verbrennen.
Verpuffung
Manche Leute haben Bedenken wegen einer möglichen Verpuffung im Inneren eines Kachelofens. Zu solchen Schäden kommt es ausschließlich durch Fehlbedienung! Wenn die Zuluft im Vollbrand ganz bewusst und vorsätzlich unterbrochen wird, so wird das Feuer aufgrund des mangelnden Sauerstoffs erstickt. Da wegen der großen Hitze im Feuerraum aber immer noch Holzgas entweicht, kann dieses unverbrannte Gasgemisch in diversen Rauchgaszügen verweilen. Wird nach kurzer Zeit wieder die Ofentüre (oder Zuluftklappe) geöffnet, kann dieses Gasgemisch durchzünden und verpuffen. Sogar bei ersticktem Feuer gibt es eine einfache Lösung: Ofentüre (oder Klappe) zu lassen und so lange abwarten, bis der Ofen abgekühlt ist. Und nichts kann passieren!
Vormauerung
Als Vormauerung wird beim zweischaligen Kachelofensystem die äußere oder zweite Schale aus gezogenem Schamottematerial bezeichnet. Zwischen Ofenkern und Vormauerung ist ein geschlossener Luftspalt, der langwellige Strahlung ungehindert weiterleitet. Es gibt unendlich viele Gestaltungsmöglichkeiten in der Vormauerung, welche die Handschrift des Designers trägt. Meist hat sie eine Stärke von 3 cm (im Heizraumbereich manchmal 4 cm). Das Gewicht der Vormauerung ergibt zusammen mit dem Gewicht des Ofenkerns die Gesamtspeicherleistung.
Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad beschreibt das Verhältnis zwischen zugeführter und abgegebener Leistung. Die Differenz bezeichnet man als Verluste. Ab dem Jahr 2015 wird ein gesetzlicher Wirkungsgrad von 80 % festgelegt, dem wir natürlich Rechnung tragen. Wärmeverluste beziehen sich auf heiße Rauchgase, die durch den Schornstein entweichen sowie die aufgewendete Verdampfungsenergie für den restlichen Wassergehalt im Brennholz.
Zündtemperatur
Die Zündtemperatur oder der Flammpunkt von Holz liegt bei ca. 280 °C. Allerdings kann es unter bestimmten Umständen (z.B. sehr trockenes, verbautes Holz bei Fertigteilhäusern) über eine längere Temperaturbelastung von sogar unter 100 °C zur Selbstzündung kommen. Deshalb sind an diesen Stellen geeignete Isolierungen und Hinterlüftungen besonders wichtig.